Heimdall ist einer der bekannteren , obwohl man eigentlich kaum etwas über ihn weiß.
Klar ist, dass er ein Sohn ist und nachdem dieser wieder einmal die Bestätigung
über seine Unwiderstehlichkeit bei einer Hand voll gesucht hatte, wurde
Heimdall von seinen neun Müttern zur Welt gebracht. Angeblich gehen auf ihn die drei Stände der Menschen zurück,
da er sich einst nach aufmachte, um die Frauen dreier Männer zu beglücken – der
Apfel fällt nicht weit vom Stamm – und somit die Ahnherren der Mägde und Knechte, der Bäuerinnen und Bauern und der
Adeligen zu zeugen. Dazu nistete er sich als Schutz suchender Wanderer unter dem Namen Rig jeweils drei Nächte bei
ihnen ein und als die Ehegatten dem Tagwerk nachgingen oder irgendwo am Herumlümmeln waren – das weiß man nicht so
genau – fiel er über ihre Frauen her. Da diese Vorgehensweise aber eher an Handschrift
erinnert, geht man in der Forschung davon aus, dass der Autor sich bei seiner Dichtung lediglich im Namen geirrt hat.
Wie dem auch sei, Heimdall ist der Wächter des , kann ewig weit sehen und sogar
das Gras wachsen hören und schützt mit seiner Wachsamkeit vor Angreifern und uneingeladenen
Gästen. Dort wohnt er in einer Halle namens Himinbjörg. Er hat ein Schwert und das Signalhorn Gjallar, das oft auch
zugeschrieben wird und er steht dem Widder besonders nahe. Wenn die
ins Land der einmarschieren, wird er die Welt
mit dem Horn warnen und in den zur Strecke bringen
und selbst durch dessen Klinge fallen.