Freyja hat einen Halsschmuck, der den
Namen Brisingamen trägt, was weiter nicht wirklich
spektakulär ist. Interessanter ist jedoch, wie sie zu ihrem Schmuckstück kam. Freyja ist viel
in der Welt unterwegs, da sie fortwährend auf der Suche nach ihrem verschollenen Mann Oder ist. Ob sich
Folgendes im Rahmen
einer ihrer Suchaktionen zutrug, ist jedoch nicht bekannt. Jedenfalls kam sie eines schönen Tages nach
Svartalfheim und
wurde der riesigen Schmieden gewahr, die von den Zwergen in dieser Gegend der Welt betrieben werden. Dabei
entdeckte sie
eine Werkstatt, aus der besonders schönes Licht strömte und sie wollte es sich nicht nehmen lassen, dem
Ursprung des Glanzes
auf den Grund zu gehen. Betäubt durch das immer stärker werdende Strahlen erreichte sie schlussendlich
die Herren der Schmiede.
Es waren finstere Gesellen, für die der Anblick einer schönen Frau nichts Alltägliches war. Sie
arbeiteten an einem Halsschmuck,
der die Liebesgöttin in ihren
Bann zog. Er musste in ihren Besitz übergehen, alles andere war inakzeptabel für die Schönste
unter den Schönen und sie war durchaus bereit, auf jede Forderung einzugehen. Doch die vier Zwerge wussten, wie man spielt
und sie verlangten den Höchstpreis: eine Nacht mit jedem von ihnen. Widerwillig ging sie den Handel ein
und bemühte sich,
während der Schäferstündchen einen recht schlechten Eindruck zu hinterlassen, um den Zwergen ihren Triumph nicht auch noch
zu versüßen. Doch denen war es gleich, denn wer auf der Welt konnte fortan mit Ähnlichem prahlen wie
sie? Zurück in Asgard
wurde Freyja zu Wotan zitiert. Loki, der in allen Gegenden der Welt
Kontakte pflegte, hatte davon Wind bekommen und es dem Göttervater förmlich unter die Nase gerieben.
Erbost über ihr zweifelhaftes und unehrenhaftes Verhalten befahl er Loki, Freyja
das Halsband zu stehlen und ihm auszuhändigen. So schlich er sich nächtens zu ihr, musste sich aber in
eine Gelse verwandeln
und sie stechen, damit sie sich bewegte, um das Halsband, auf dem sie schlief, an sich nehmen zu können.
Zornig forderte Sie
es von Wotan am nächsten Tag zurück,
welcher zuerst als Sühne für ihre Schmach verlangte, dass sie endlosen Krieg zwischen zwei
Herrschern der Menschen auslösen müsse, um die Reihen der Einherier zu verstärken, was sie auch erfolgreich tat.