Tyr, westgermanisch auch Ziu, ist der ursprüngliche , Himmelsgott, Gott des Rechtes,
der Versammlung, Kriegsgott und ein . An seinem Namen Ziu merkt man, dass es sich einst um den gleichen
wie Zeus handelte, nur dass ihm bei den Griechen kein anderer den Rang abgeschlagen hat, so wie bei
den , nämlich , und Forseti.
Wir wissen sehr wenig über ihn, da er in der Zeit der schriftlichen Aufzeichnungen nur noch eine sehr untergeordnete Rolle spielte.
Wir kennen ihn als zweiten Kriegsgott neben und er wird auch manchmal als sein Sohn bezeichnet. Er
gilt als einer der tapfersten unter den , denn er ist der Einzige, der es wagt, dem
seine Hand ins Maul zu legen und somit als Rückversicherung für dessen Freiheit zu dienen. Diese
verliert er bei jenem Unterfangen übrigens auch, weshalb man ihn stets an einer verstümmelten Gliedmaße erkennt. In den
kämpft er gegen den Wolf Garm, wobei sie sich gegenseitig töten. Sein Name ist uns
wahrscheinlich im deutschen Wochentag Dienstag erhalten, der wohl ursprünglich Ziostag hieß, obgleich nicht gesichert ist, dass der
Name nicht vom Thing – einer demokratischen Einrichtung der – kommt und Thingstag hieß,
obgleich Tyr ohnehin des Things ist.